Newsletter vom Januar 2007

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Neujahrsbotschaft 2007 enthaltend Kommentare zu:

  • Neuerungen Staats- und Gemeindesteuern Kanton Zürich undDirekte Bundessteuer
  • Mehrwertsteuer
  • Lohnausweis
  • Revisionsrecht
  • GMBH-Recht
  • Steuerkonkurrenz im interkantonalen und internationalen Verhältnis

Neujahrsbotschaft im pdf-Format (146 KB)

Würth Treuhand AG, Zürich

Neuerungen im Steuergesetz des Kantons Zürich /Direkte Bundessteuer

Natürliche Personen

Ab Steuerjahr 2006 (ZH) wurde der Kinderabzug auf CHF 6’800 erhöht. Der Anspruch erlischt in jedem Fall, wenn die Kinder das 25. Altersjahr überschritten haben. Bei nicht gemeinsam besteuerten Eltern steht der Kinderabzug demjenigen Elternteil zu, aus dessen versteuerten Einkommen der Unterhalt des Kindes zur Hauptsache bestritten wird.

Der Steuertarif wurde per 1.1.2006 der Teuerung angepasst (ZH)

Ebenfalls sind die pauschalen Versicherungsabzüge, sowie der Sonderabzug bei Erwerbstätigkeit beider Ehegatten der Teuerung angepasst worden. Ab der Steuerperiode 2007 werden die Berufsauslagen teilweise der Teuerung angepasst.

Das Partnerschaftsgesetz tritt auf den 1. Januar 2007 in Kraft. Eingetragene Partnerschaften werden Ehepaaren im Steuerrecht gleichgestellt. Erstmals wird daher für das Jahr 2008 eine gemeinsame Steuererklärung ausgefüllt werden müssen.

Die Sofortmassnahmen bei der Direkten Bundessteuer (Abschaffung Heiratsstrafe) treten auf den 1.1.2008 in Kraft. Der Zweitverdienerabzug wird von CHF 7’600 auf CHF 12’500 erhöht. Zusätzlich wird ein Abzug von CHF 2’500 für Verheiratete eingeführt.

Liegenschaftenunterhalt

Der Kanton Zürich hat ein neues Merkblatt über die steuerliche Abzugsfähigkeit von Kosten für den Unterhalt und die Verwaltung von Liegenschaften publiziert.

Neu ist zwischen selbst genutzten Liegenschaften und an Dritte vermietete Liegenschaften zu unterscheiden.

Selbstgenutzte Liegenschaften

Neu sind gemäss Bundesgerichtsurteil sämtliche Verbrauchskosten (inkl. Grundgebühren) für Strom, Gas, Heizöl, Kehricht, Wasser und Abwasser sowie Kaminfeger nicht mehr abzugsfähige Lebenshaltungskosten.

Abzugsfähig sind weiterhin:

  • Versicherungsprämien
  • Baurechtszinsen / Einlagen in Reparatur oder Erneuerungsfonds von Stockwerkeigentümergemeinschaften
  • Unterhaltskosten sofern diese einen werterhaltenden Charakter haben

Die Steuerverwaltung hat eine Liste (nicht abschliessend) publiziert, welche beispielhaft die Abgrenzung zwischen abzugsfähigen und nicht abzugsfähigen Kosten aufzeigt. Die Liste kann auf der Homepage www.steueramt.zh.ch unter der Rubrik „Erlasse und Merkblätter“ heruntergeladen werden.

Vermietete Liegenschaften

Als Grundsatz gilt, dass alle Kosten, welche nicht dem Mieter in Rechnung gestellt werden, abzugsfähig sind. Dem Mieter in Rechnung gestellte Heiz-, Neben- und Betriebskosten sind demnach nicht abzugsfähig. Werden Mietzinserhöhungen mit Renovationen/Umbauten begründet, sind teilweise nicht abzugsfähige wertvermehrende Investitionen anzunehmen.

Energiesparmassnahmen

Investitionen für Energiesparmassnahmen (Isolation und Heizungssanierungen mit Energiesparmassnahmen, gelten im Normalfall zu 100 % als abzugsfähig. Werden diese Massnahmen innerhalb von 5 Jahren nach Erwerb der Liegenschaft getätigt, sind diese zu 50 % abzugsfähig.

Wertvermehrende Kosten

Diese Kosten sind weiterhin beim Verkauf der Liegenschaft bei der Grundstückgewinnsteuer geltend zu machen.

Pauschalabzug für Liegenschaften des Privatvermögens

Weiterhin kann anstelle der effektiven Kosten ein Pauschalabzug von 20 % geltend gemacht werden. Es kann in jeder Steuerperiode neu entschieden werden, welche Methode angewendet werden soll. Zusätzlich zur Pauschale können als ausserordentliche Kosten nur noch die Kosten zur Massnahme der Denkmalpflege und die Baurechtszinsen in Abzug gebracht werden. Für die Berechnung des Pauschalabzuges ist auf die „Soll-Jahresmiete“ abzustellen, resp. den Eigenmietwert.

Dumont-Praxis

Gemäss Bundesgerichtsentscheid hat auch der Kanton Zürich die Dumont-Praxis anzuwenden. Nach der Praxis des Bundesgerichtes zu den anschaffungsnahen Kosten gelten bei neu erworbenen Grundstücken gewisse anschaffungsnahe Aufwendungen als wertvermehrend und sind nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig (Dumont-Praxis). Anschaffungsnahe Aufwendungen sind Aufwendungen, welche innerhalb von 5 Jahren nach Erwerb des Grundstückes getätigt werden. Die Dumont-Praxis bezweckt, den Eigentümer, der eine renovationsbedürftige Liegenschaft kauft, steuerlich nicht besser zu stellen als denjenigen Eigentümer, der eine bereits renovierte Liegenschaft zu einem höheren Preis erworben hat.

Vernachlässigtes Grundstück: Bei einem vom bisherigen Eigentümer im Unterhalt vernachlässigten Grundstück sind die anschaffungsnahen Aufwendungen nicht abzugsfähig und gelten als wertvermehrend. Als Unterhaltskosten abziehbar sind nur die notwendigen Reparaturen von Schäden, welche seit dem Erwerb des Grundstückes eingetreten sind.

Nicht vernachlässigtes Grundstück: Bei einem vom bisherigen Eigentümer nicht im Unterhalt vernachlässigten Grundstück sind die anschaffungsnahen Kosten für den normalen, periodischen Unterhalt abzugsfähig. Nicht abziehbar sind jedoch anschaffungsnahe Kosten, welche für die Nachholung unterbliebenen Unterhalts aufgewendet werden. Aufwendungen, die üblicherweise bei einem Mieterwechsel anfallen, gelten dabei als normaler, periodischer Unterhalt.Indizien für das Vorliegen eines im Unterhalt vernachlässigten Grundstücks sind anschaffungsnahe Renovationskosten, welche im Verhältnis zum Kaufpreis nicht unbedeutend sind: anschaffungsnahe Arbeiten, welche eine umfassende Erneuerung der Bausubstanz darstellen (z.B. Totalersatz der elektrischen und sanitären Anlagen) oder ein infolge der Renovation deutlich gestiegener Gebäudeversicherungswert.

Schlussfolgerung: Bei jedem Kauf einer Liegenschaft ist zu prüfen, welche Kosten in den ersten 5 Jahren abzugsfähig sind.

Ausblick auf weitere Änderungen

Die Neuregelung der Familienbesteuerung ist bis heute weitgehend offen. Zur Diskussion stehen; die gemeinsame Besteuerung, die Individualbesteuerung, das Wahlrecht für Ehepaare, das Familiensplitting oder Untervarianten der erwähnten Modelle.

Teilbesteuerung von Dividenden

Die meisten umliegenden Kantone haben die Steuergesetze geändert und besteuern die Dividenden aus Beteiligungen zu einem reduzierten Steuersatz.

Für die Direkte Bundessteuer ist eine entsprechende Vorlage im Parlament hängig. Nachdem die Beratung in der Wintersession über dieses Thema verschoben wurde, und widersprüchliche Gutachten über dieses Thema vorliegen, ist eine Umsetzung dieses sinnvollen steuerlichen Anliegens nicht absehbar.

Für den Kanton Zürich ist keine derartige Vorlage in Vorbereitung. Dies kann für den Kanton Zürich durchaus zu einem Standortnachteil gegenüber den umliegenden Kantonen werden.

Neues Revisionsrecht

Auf den 1. Juli 2007, ev. etwas später tritt das neue Revisionsrecht in Kraft. Dieses Recht findet Anwendung auf alle Geschäftsjahre welche nach dem in Kraft treten des Gesetzes beginnen. Für die meisten Unternehmen wird dies für das Geschäftsjahr 2008 beginnend am 01.01.2008 sein.

Dieses Gesetz bringt einige wesentliche Neuerungen. Das Gesetz unterscheidet neu nach Grösse der Gesellschaft über die anzuwendende Revisionsmethode. Dem Revisionsgesetz unterstehen neu alle Gesellschaftsformen (AG, GmbH, Genossenschaften, Vereine und Stiftungen).

Verzicht auf Revision

Gesellschaften mit weniger als 10 Mitarbeitern können auf die Revisionsstelle verzichten, sofern alle Aktionäre mit diesem Vorgehen einverstanden sind. Dieses Vorgehen ist anlässlich jeder Generalversammlung zu bestätigen.

Die Gesellschaft ist jedoch weiterhin verpflichtet, eine Jahresrechnung mit Anhang und eine Generalversammlung durchzuführen. Im Anhang ist neu zwingend eine Risikobeurteilung vorzunehmen; OR Art 663b Ziff. 12.

Eingeschränkte Revision

Gesellschaften, welche nur eines oder keines der folgenden Kriterien erfüllen, aber mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigen, unterliegen der eingeschränkten Revision:

  • Bilanzsumme grösser als 10 Mio.
  • Umsatzerlöse grösser als 20 Mio.
  • Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt grösser als 50

Ein grosser Teil der schweizerischen Unternehmungen wird der eingeschränkten Revision unterliegen. Im wesentlichen umfasst die eingeschränkte Revision dem Umfang der heutigen Revision für KMU. Eine wichtige Änderung betrifft die Berichterstattung; so erfolgt neu eine negative Zusicherung, die etwa wie folgt lauten kann:

„Bei unserer Revision sind wir nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir schliessen müssten, dass die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns nicht dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entsprechen.“

Eine Empfehlung zur Abnahme der Jahresrechnung wird nicht gegeben.

Ordentliche Revision

Gesellschaften welche zwei der folgenden Kriterien in zwei aufeinander folgenden Jahren erfüllen, unterliegen der ordentlichen Revision:

  • Bilanzsumme grösser als 10 Mio.
  • Umsatzerlöse grösser als 20 Mio.
  • Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt grösser als 50

Wer eine Konzernrechnung erstellen muss, unterliegt ebenfalls der ordentlichen Revision. Welche Aufgaben hat die ordentliche Revision?

Prüfung

  • der Jahresrechnung
  • der Konzernrechnung sofern erforderlich
  • der Gewinnverwendung
  • ob ein internes Kontrollsystem existiert
  • ob eine Risikobeurteilung durchgeführt wurde

Berichterstattung

  • Kurzbericht an die Generalversammlung
  • Umfassender Bericht an den Verwaltungsrat über die Rechnungslegung, des Ergebnis der Revision sowie das Interne Kontrollsystem

Die Berichterstattung wird eine positive Zusicherung gemäss heutigem Text enthalten, sowie eine Empfehlung zur Abnahme der Jahresrechnung. Im weiteren wird ausdrücklich auf das vorhandene IKS hingewiesen.

Anzeigepflichten

Im Falle von Verstössen gegen das Gesetz, die Statuten oder des Organisationsreglement bestehen Meldepflichten an den Verwaltungsrat oder die Generalversammlung, je nach Schwere des Verstosses.

Schlussfolgerung

Im Unterschied zur eingeschränkten Revision wird der Prüfungsumfang wesentlich erweitert. Insbesondere ist neu zu prüfen, ob ein internes Kontrollsystem (IKS) vorliegt. Von der Qualität des IKS hängt auch der Prüfungsumfang ab. Wir stehen vor grossen Änderungen im Revisionswesen. Wie die Kreditgeber (Banken) auf diese Änderungen reagieren werden, ist uns noch ungewiss. Insbesondere ist nicht bekannt, ab welcher Höhe der ausstehenden Kredite die Banken eine ordentliche Revision verlangen werden, obwohl dies in einem konkreten Fall vom Gesetz nicht vorgeschrieben wäre.

Lohnausweis

Einführungszeitpunkt

Alle Kantone führen den neuen Lohnausweis im Jahre 2007 ein, mit folgenden Ausnahmen:

  • Luzern führt den neuen Lohnausweis nicht ein, er kann jedoch verwendet werden.
  • Aargau und Zürich führen den neuen Lohnausweis 2007 ein, wobei der alte Lohnausweis im Jahr2007 noch verwendet werden kann.
  • Solothurn führt den neuen Lohnausweis im Jahr 2008 ein.

Verwendung alter Lohnausweis-Formulare

Auch auf dem alten Lohnausweis-Formular müssen die Vorgaben entsprechend der neuen Wegleitung zum Lohnausweis eingehalten werden.

Privatanteil Fahrzeug, Änderung von 1.0 % auf 0.8 % im Spesenreglement

Der Privatanteil am Geschäftswagen von 1.0 % pro Monat auf dem Kaufpreis (ohne Mehrwertsteuer) wurde neu auf 0.8 % reduziert. Bei bereits von den Steuerbehörden genehmigten Spesenreglementen ist oft noch der Satz von 1.0 % enthalten. Praktisch alle Kantone wenden trotz der Festlegung im Spesenreglement den neuen Satz von 0.8 % an. Einzige Ausnahme bildet der Kanton Genf, welcher weiterhin 1.0 % anwendet.

Luxus-Anteil Fahrzeug

Im neuen Lohnausweis ist kein privater Luxusanteil vorgesehen. Auf kantonaler Ebene gibt es Tendenzen, weiterhin einen privaten Luxus-Anteil anzuwenden. Der Kanton Aargau erachtet beispielsweise Anschaffungskosten von über CHF 80’000 als Luxus-Anteil. Auf diesem Luxus-Anteil wird dann neben den 0.8 % pro Monat ein weiterer Privatanteil belastet.

MWST

Privatanteil Fahrzeug – Anpassung von 1.0 % auf 0.8 %

Vernünftigerweise hat sich die MWST dazu durchgerungen, den Privatanteil entsprechend den Vorgaben beim Lohnausweis auf 0.8 % pro Monat anzupassen (ab 1.1.2007).

Luxusanteil Fahrzeug

Die MWST wird weiterhin einen zusätzlichen Privatanteil auf dem Luxusanteil berechnen:

Fahrzeugkauf CHF 150’000 (exkl. MWST)

Vorsteuerabzug auf CHF 100’000, kein Vorsteuerabzug auf CHF 50’000

Privatanteil pro Jahr auf:

0.8 % auf CHF 100’000 x 12 = CHF 9’600 / 7.6 % = CHF 729.60

0.4 % auf CHF 50’000 x 12 = CHF 2’400 / 7.6 % = CHF 182.40

MWST bei Gehaltsnebenleistungen

Die gemäss Wegleitung zum neuen Lohnausweis nicht steuerpflichtigen Gehaltsnebenleistungen wie zum Beispiel Vergünstigungen beim Personalrestaurant oder gratis abgegebenen Halbtax- Abonnementen führen bei der MWST zu Korrekturen, sei es durch Versteuerung eines Eigenverbrauchs- Anteils oder durch Kürzung der Vorsteuer. Hier wird sich die MWST leider nicht der Wegleitung zum Lohnausweis anpassen.

Korrekturen der MWST bei Formmängeln

In der Praxismitteilung vom 27. Oktober 2006 erläutert die MWST auf immerhin 15 Seiten, wie sie inskünftig bei Formmängeln vorgehen will. Der Bundesrat hat dazu festgehalten, dass Formmängel keine Steuernachbelastung nach sich ziehen dürfen, sofern dem Bund aus der Nichtbeachtung der Form kein Steuerausfall enstanden ist. Wir sind nun gespannt darauf, wie die Eidg. Steuerverwaltung diese Vorgabe des Bundesrates umsetzen wird. Angewendet werden soll die neue Praxis auch auf alle per 1. Juli 2006 bestrittenen, noch pendenten Fälle.

Rechtliche Neuerungen

Neues GMBH-Recht

Voraussichtlich im Juli 2007 wird das neue GMBH-Recht in Kraft treten. Die wesentlichen Änderungen gegenüber dem bisherigen Recht sind nachfolgend aufgelistet:

Neu ab Juli 07 bisher

Stammkapital mind. CHF 20’000 mind. CHF 20’000

Liberierung/Einzahlung mind. CHF 20’000 mind. CHF 10’000

Anzahl Gesellschafter 1 mind. 2

Übertrag Stammanteil keine kostenpflichtige kostenpflichtige

öffentliche Beurkundung öffentl. Beurkundung

Stimmen für eine Kapitalerhöhung 2/3 aller Gesellschafter alle Gesellschafter

Steuerwettbewerb Interkantonal

Der interkantonale Steuerwettbewerb ist mit den jüngsten Gesetzesnovellen in den Kantonen Aargau, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Thurgau und Zug frisch entbrannt. Insbesondere die Milderung der steuerlichen wirtschaftlichen Doppelbelastung (Steuer auf dem Gewinn der Unternehmung und nochmals Steuer auf der Dividende beim Aktionär) ist bei einigen Kantonen über entsprechende Steuersatz- bzw. Tarif-Modelle realisiert bzw. in Diskussion. Problematik bei diesen Modellen ist, dass nur bei entsprechenden Beteiligungsquoten (Beispiel Kanton Aargau mind. 10 % Anteil) eine Milderung der Besteuerung eintritt. Diese Regelung benachteiligt die Aktionäre mit kleineren Anteilen, d.h. in der Regel Aktionäre von börsenkotierten Publikumsgesellschaften. Vermutlich wird hier das Bundesgericht schlussendlich entscheiden, ob diese neuen Regelungen in den kantonalen Gesetzen keinen Verstoss gegen das in der Bundesverfassung verankerte Gleichbehandlungsprinzip darstellt.

Steuerwettbewerb international

Der interkantonale Steuerwettbewerb hilft jedenfalls, die unerfreuliche Zunahme der Staatsquote (Einnahmen des Staates aus Steuern, Sozialversicherungen im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt) der Schweiz von 1990 von 31.5 % auf 38.0 % im Jahre 2005 wieder zu stabilisieren oder allenfalls zu reduzieren. Währenddem die übrigen europäischen Länder ihre Staatsquoten teilweise erheblich gesenkt haben, steigt die Staatsquote der Schweiz seit 1990 beinahe kontinuierlich an. Auch bei der Fiskalquote (Einnahmen nur aus Steuern im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt) legte die Schweiz zwischen 1985 und 2005 von 26,1 % auf 30.0 % zu. Deutschland ist mit 34.7 % nicht mehr weit entfernt.

Irland liegt mit 30.5 % eben auf. Die USA liegt mit 26.8 % bereits unter derjenigen der Schweiz. Bei den Zwangsabgaben (Einnahmen aus Steuern, Abgaben, AHV, BVG, Krankenversicherung) steigerte sich die Quote der Schweiz von 1990 von 37.6 % auf 43.1 % des Bruttoinlandproduktes. Bald jeder zweite verdiente Franken läuft durch die Mühlen des Staates. Ein bisschen mehr Wettbewerb unter den Kantonen kann da sicherlich nicht schaden.

Zürich, 8. Januar 2007